Direkt zum Inhalt springen

Strom und Wärme mit Sonnenenergie

Die Nutzung der Sonnenenergie ist etabliert und hat sich bewährt, sei es zur Erwärmung von Warmwasser oder zur Stromproduktion. Das Potenzial ist aber bei weitem nicht ausgeschöpft. Die jährliche solare Einstrahlung auf die Fläche der Schweiz ist 220 Mal höher als der jährliche Energieverbrauch. Erst ein Bruchteil dieser solaren Einstrahlung wird genutzt.

Sonnenkollektoren versus Solarstromanlagen

Sonnenkollektoren wandeln die Sonnenstrahlung in Wärme um (für die Erwärmung von Brauchwarmwasser). Solarzellen hingegen wandeln Sonnenstrahlung in elektrische Energie um, sie produzieren also Strom. Solarstromanlagen werden auch Photovoltaikanlagen genannt.

Förderung

Der Kanton Thurgau fördert  thermische Sonnenkollektoranlagen und Gemeinschafts-Solarstromanlagen ab 30 kW. Auch Batteriespeicher für Solarstromanlagen werden unterstützt. Zum Förderprogramm

Solarstromanlagen bis 30 kW werden mit einmaligen Investitionsbeiträgen (Einmalvergütung) und Solarstromanlagen ab 30 kW durch die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) unterstützt. mehr

Bewilligungsverfahren Sonnenkollektoren und Solarstromanlagen

Bei der Erstellung von Solaranlagen werden aufgrund von Grösse, Standort und Lage, drei Fälle unterschieden:

  1. Keine Bewilligungs- oder Meldepflicht
  2. Meldepflicht (zum Meldeformular)
  3. Baubewilligungspflicht

Welches Verfahren bei Ihrer Anlage zur Anwendung kommt ist im folgenden Schema skizziert.

Entscheidungsschema Verfahren (aus der Richtlinie Solaranlagen richtig gut, Seite 20)

Die Richtlinie Solaranlagen richtig gut beschreibt Beispiele auf Kultur- und Naturdenkmälern und weist Bauwilligen und Behörden den Weg durch die Verfahren.

Solarstromanlagen müssen inkl. Schema durch einen Elektroinstallateur mit einer Installationsanzeige angemeldet werden. Ohne Bewilligung darf die Anlage weder angeschlossen noch in Betrieb genommen werden.

Solaranlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden

Die Thurgis-Karte Beurteilung Solaranlagen zeigt, ob Ihr Gebäude als Kultur- und Naturdenkmal von kantonaler oder nationaler Bedeutung eingestuft ist (Welche Objekte werden als Kulturobjekte von kantonaler und nationaler Bedeutung angesehen?). Eine kantonale Fachkommission mit Fachleuten aus der Abteilung Energie und dem Amt für Denkmalpflege erarbeitet mit Gemeinden, Bauherrschaften und Planern Lösungen, damit auch Solaranlagen an Kultur- und Naturdenkmälern diese "nicht wesentlich beeinträchtigen“ und damit bewilligt und gebaut werden können.

Kontaktieren Sie schon vor der Planungsphase die Abteilung Energie (058 345 54 80) oder das Amt für Denkmalpflege (058 345 67 00), um einen Ortstermin mit der kantonalen Fachkommission, Vertretern der Gemeinde, der Bauherrschaft und evtl. Planern zu vereinbaren.